Brennessel e.V.
Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern
 

Vernetzung

Konzeption zur Vernetzung:


Multiprofessionelle Kooperation der zusammenwirkenden Fachkräfte in Einrichtungen der Jugendhilfe

Die Berufsgruppe Brennessel e.V. hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, hinsichtlich ihrer Tätigkeit im Sinne der qualifizierter Hilfe, von Vorbeugung und Opferschutz die Vernetzung und Kooperation von Fachkräften und Institutionen zu forcieren.

Die Mitglieder der Berufsgruppe gehen von folgenden Thesen aus:

  1. Eine effektive Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien kann nur gelingen, wenn sowohl die Hilfsangebote und Maßnahmen als auch das professionelle Handeln der verschiedenen beteiligten Disziplinen aufeinander abgestimmt sind. Der Grad der Kooperation und Vernetzung der beteiligten Institutionen ist maßgebend für die entscheidenden Unterstützungskonzepte.
  2. Kooperationsnetze können nicht erst in einer akuten Notsituation entwickelt werden, denn gelingende Kooperation entsteht erst durch kollegiale Beratung und strukturierte Orte, in dem die handelnden Personen verbindlich ihre Kooperationsbezüge untereinander festigen können.
  3. Gelungene Kooperation und Vernetzung bewirkt Entlastung, gegenseitige Qualifizierung, Absicherung des eigenen Handelns, Erfahrungsaustausch sowie der Gewinn von BündnispartnerInnen in von einzelnen Personen oder Institutionen allein nicht zu bewältigenden Aufgaben.
  4. Gleichzeitig bietet die fachliche Kommunikation mit anderen Personen und Institutionen auch die Möglichkeit, die eigenen Handlungsstrategien zu reflektieren und sich einem kritischen Diskurs zu stellen.

Die Berufsgruppe Brennessel e.V. hat die Form der Vernetzung und Kooperation auf der Ebene der zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen Personen mehrerer Institutionen sowie zwischen VertreterInnen verschiedener Disziplinen gewählt. Die Arbeit der Berufsgruppe hat die Akzeptanz der spezifischen Kompetenzen der beteiligten Institutionen ermöglicht, indem sich Personen aus den verschiedensten Arbeitsbereichen mit dem Thema der sexualisierten Gewalt gemeinsam auseinandersetzen.

In Celle sind die Vernetzung und Kooperation der Professionellen in den pädagogischen Bereichen gelungen. Jugendämter, Kinderheime, Kinderschutzbund, Beratungsstellen, freie Träger der Jugendhilfe, Schulen, Kindergärten und Therapeuten wissen um die Arbeitsqualität des anderen, und sie tauschen sich aus. Auch eine Rechtsanwältin und eine Gynäkologin arbeiten punktuell mit. – Sie bilden sich gemeinsam fort und werben um weitere Berufsgruppenmitglieder zur kontinuierlichen Zusammenarbeit auch außerhalb des Jugendhilfebereiches.

Die gemeinsame Vernetzung und Kooperation haben uns das Verständnis für die Möglichkeiten und zum Teil auch die Grenzen der anderen Fachdisziplinen aufge-zeigt. Eine gemeinsame fachliche Basis im Umgang mit dem Problem der sexualisierten Gewalt, insbesondere im Umgang mit den uns anvertrauten betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Angehörigen wurde herausgearbeitet und bewährt sich im beruflichen Alltag.



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