Fachtag 2025

WAS TUN, WENN IST, WAS NICHT SEIN DARF?

Handlungskompetenz im Umgang mit sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen

Bei Brennessel e.V. gehen vermehrt Fragen ein, die sich um die Themen Strafverfahren, Opferschutz, Sicherheit in Gesprächen und Präventionskonzepte drehen.

Wir reagieren mit diesem Fachtag über unsere alltägliche Arbeit hinaus, um mehr Handlungssicherheit in diesen Bereichen zu vermitteln. Angesprochen sind Schulen, Jugendhilfe, Vereine, Kirchen in Stadt und Landkreis Celle.

Save the date!

Dienstag, 11.11.2025

13:00 – 19:00 h
CD-Kaserne (Halle 16)

Hannoversche Str. 30B
29221 Celle

www.cd-kaserne.de

  • Kostenfreie Parkplätze direkt an der CD-Kaserne (begrenzte Anzahl)
  • Behindertenparkplätze vorhanden (direkt am Haupteingang)
  • Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich
  • Barrierefreie Toiletten vor Ort
  • Bei Unterstützungsbedarf vor Ort bitte Kontakt aufnehmen

Programm

13:00: Anmeldung/Ankunft

13.30: „Come Together“

14.00 Begrüßung Vorstand

14.10 Vortrag Staatsanwältin Stefanie Vogler (60 min)

15.30 Vortrag Schutzkonzept (60 min)

16:45-18:15 Uhr ein Workshop der Wahl (zur Auswahl)

18.20 gemeinsamer Abschluss

18.30-19.00 Ausklang

Vorträge

Das Strafverfahren
Was erwartet Betroffene sexualisierter Gewalt?

Sexualisierte Gewalt zu erfahren, bedeutet besonders für junge Betroffene einen lebensverändernden Einschnitt. Verschiedene Weg zur Aufarbeitung werden eingeschlagen. Was es bedeutet, ein Strafverfahren einzubeziehen, erklärt Staatsanwältin Stefanie Vogler, Schwerpunkt-Staatsanwältin für Sexualstraftaten aus Celle in ihrem Vortrag mit

anschließender Fragemöglichkeit.

Referentin:
Staatsanwältin Stefanie Vogler
(Staatsanwaltschaft Lüneburg, Zweigstelle Celle)

Kinderschutzkonzepte
in Schulen, Vereinen und Kirchen

Referentin:
Dipl.-Pädagogin Kerstin Rehage
Referentin „Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen – Kinderschutz-Konzepte“ Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen e.V.

Workshops

1. Die Stiftung Opferhilfe Niedersachsen stellt sich vor

Wie sieht das Angebot der Stiftung aus und welche Hilfen bekommen Opfer von Straftaten und deren Angehörige dort?

Welche Rechte und Ansprüche aber auch Pflichten haben Opfer im Strafprozess?

Wie kann man Abläufe im Strafverfahren möglichst opferschonend gestalten und begleiten?

Das sind einige der Aspekte, die wir klären werden. Darüber hinaus wird es genug Zeit für den Austausch und eigene Fragestellungen geben.

Ziel soll es sein, Fachkräfte in Jugendarbeit und Schule zu befähigen, erste Fragen der Betroffenen zu beantworten, Ängste zu nehmen und an Fachstellen weiterzuvermitteln

Referentinnen:
Saskia Prottengeyer und Nicole Wetjen
Fachberaterinnen für Opferhilfe, Psychosoziale Prozessbegleiterinnen

2. Ein gelebter Kinderschutz
Kinderschutz-Konzepte in der Praxis

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich handlungsorientiert mit Inhalten für die Kinderschutz-Konzept Entwicklung auseinander zu setzen. Eine professionell gestaltete „Nähe-Distanz-Balance“ (Baustein „Verhaltenskodex“) mit Hilfe einer Verhaltensampel zeigt die Entwicklung von individuellem grenzwahrendem Verhalten hin zu einer gemeinsam getragenen Haltung. Auch für andere Bausteine wird der Praxistransfer in den Blick genommen und mit den Teilnehmenden erprobt und diskutiert.

Referentin:
Dipl.-Pädagogin Kerstin Rehage
Referentin „Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen – Kinderschutz-Konzepte“ Kinderschutzbund Landesverband Niedersachsen e.V.

3. Kinder als Betroffene von sexualisierter Gewalt stabilisieren

Wie kann eine pädagogische Fachkraft in schwierigen Gesprächen Sicherheit geben, ohne zu überfordern? Im Workshop wird anhand einer praxisnahen Fallübung erprobt, wie Gespräche mit Kindern gestaltet werden können, die sexualisierte Gewalt erlebt haben. Im Zentrum steht dabei das Konzept der „liebevollen Sachlichkeit“: zuhören, ohne zu bohren – ernst nehmen, ohne zu dramatisieren.

Referentin:
Jessica Franke
staatlich anerkannte Sozialarbeiterin (B.A.), derzeit Masterstudium Soziale Arbeit; Absolventin des KiMsta-Curriculums der HAWK; Multiplikatorin im Themenfeld sexualisierte Gewalt. Berufliche Stationen: Jugendamt und Vormundschaften im Landkreis Hildesheim; derzeit Lehrkraft an einer Berufsbildenden Schule für Sozialwesen sowie Lehrbeauftragte an der HAWK Hildesheim.

4. Mein Körper gehört mir!
Ein Präventionsprojekt stellt sich vor

Seit 1994 engagiert sich die Theaterpädagogische Werkstatt für die Gewaltprävention bei Kindern und Jugendlichen. Mit altersgerechten Theaterprogrammen leistet sie damit Präventionsarbeit, um Kinder und Jugendliche stark werden zu lassen, bevor andere Schwächen ausnutzen.

Lernen Sie die TPW kennen, und damit auch die Klarheit und Leichtigkeit mit der Kinder und Jugendliche über sexualisierte Gewalt informiert werden können.

Referent/in:
t.b.a.

Anmeldung

Herzlichen Dank für Ihr Interesse an unserer Veranstaltung.
Diese ist leider ausgebucht.